Die Physiotherapie hat in der Veterinärmedizin bereits einen großen Stellenwert eingenommen. Sie ist unverzichtbar in der Nachbetreuung und Rehabilitation von Sport- und Freizeitpferden nach verletzungs- und krankheitsbedingten Pausen. Als Pferdephysiotherapeut arbeitete ich intensiv mit Besitzer, Trainer, Tierarzt, Osteotherapeut, Hufschmied und Sattler zusammen, damit das gesamte Management des Partners Pferd möglichst optimal gestaltet werden kann.  Damit eine solche Zusammenarbeit funktionieren kann, habe ich durch die Ausbildung zum Pferdephysiotherapeuten am DIPO in Dülmen die Fachkompetenz in den unterschiedlichen Arbeitsgebieten erlangt: Ganganalysen, Exterieurbeurteilung ,Gelenkmobilisationen, Muskelbehandlungen, Faszienbehandlungen und Akupressur, Beurteilung von Fütterungs- und Haltungsbedingungen, ebenso wie die Beurteilung von Hufbearbeitung, der Sattelpassform, vom Trainingszustand und den Trainingsmethoden.

Je nach Befund setze ich nach der Anamese die folgenden manuellen Palpations- und Therapietechniken ein:

  • Akupressur:Die Akupressur ermöglicht die Zuordnung von Krankheitssymptomen nach der Ying-Yang-Gewichtung und beinhaltet die Lehre von den 5 Wandlungsphasen, der Meridiane und der Phasenenergetik. Durch die Anwendung der Akupressurtechniken am Pferd ist die Möglichkeit zum energetischen Ausgleich gegeben, Füllungs- und Leerezustände der Meridiane können beurteilt werden und Zusammenhänge von den Zustimmungspunkten zu den Organen werden bestimmt.
    Warum ein Pferd, das ängstlich ist und beispielsweise in der Herde immer von den anderen an den Rand gedrängt wird, ein Nierentyp sein kann oder ein Pferd, das sich schnell ärgert und zornig ist, ein Lebertyp sein wird, kann gemeinsam erarbeitet werden.Die Akupressur ist eine sehr hilfreiche Ergänzung zur Nadelung, z. B. bei Husten, Nasenausfluss, Muskelverspannungen.
  • Stresspunktmassage nach Jack Meagher:Jack Meagher war einer der ersten Menschen, der sich mit Muskelverspannungen und seinen Folgen beschäftigt hat und mit seiner Methode nachweislich Erfolge erzielte.
    Meaghers Hypothese war, dass bei Bewegung des Pferdes an einer bestimmten Stelle eine Belastungsspitze entsteht. Ist diese Belastungsspitze zu hoch, kann es zu starken muskulären Verspannungen und Verklebungen an dieser Stelle kommen und das Pferd ist in der Bewegung limitiert (begrenzt), hat Schmerzen und unausweichlich fällt über kurz oder lang das Leistungsvermögen des Pferdes ab.Ist eine Stelle betroffen, übernimmt die umgebende Muskulatur die Arbeit der verspannten Muskulatur und ist früher oder später selbst betroffen. Dieser Vorgang setzt sich fort und irgendwann bemerkt der Reiter, dass sein Pferd nicht mehr sauber läuft; Bewegungsstörungen entwickeln sich. Einerseits durch den betroffenen überlasteten Muskel andererseits durch den Versuch der Entlastung. Die Bewegungen des Pferdes werden steifer und es hat Schmerzen. Diese können sehr massiv werden und Widersetzlichkeiten beim Reiten können die Folge sein.

    Selbst ausgeheilte und fachgerecht versorgte Traumata hinterlassen meist eine Problematik in der dazugehörigen Muskulatur. Diese Problematik entsteht meist an den Muskel-Sehnen-Übergängen.
    Mit der Stresspunktmassage werden genau diese Verspannungen gelöst und der verkürzte Muskel (verspannte Muskeln sind verkürzte Muskeln) wird gelockert und gedehnt.

    Wesentliche Vorteile der Stresspunktmassage sind die sofortige Wirkung und die Vorbeugung.

  • Massage- und Dehnungstechniken,
  • Mobilisationen,
  • NeuroStim®-Anwendungen
  • SureFoot®-Anwendungen.